Freund oder Feind?
Mein neuer Arbeitskollege ist digital
txn. Nehmen Computer und Roboter den Menschen die Jobs weg? Oder sind Maschinen vielmehr die freundlichen Kollegen der Zukunft? Diese Fragen sind längst nicht nur der Stoff, aus dem Hollywood Blockbuster gemacht werden.
Zahlreiche Studien versuchen darauf Antworten zu finden. Mehr als drei Millionen Jobs könnten Maschinen und Algorithmen in Deutschland in den kommenden fünf Jahren vernichten, hat beispielsweise eine Umfrage des IT-Verbands Bitcom ergeben.
Computer schaffen mehr Jobs als sie zerstören, widersprach hingegen eine Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bundesregierung. „Keiner kann mit hundertprozentiger Gewissheit sagen, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt”, erklärt Petra Timm, Pressesprecherin von Randstad Deutschland, „aber wir müssen uns darauf einstellen, in jedem Beruf zunehmend mit intelligenten Technologien zusammen zu arbeiten“.
Bereits heute sind 51 Prozent der Unternehmen in Deutschland stark bis sehr stark von der Digitalisierung betroffen. Dadurch verschwinden zwar einige alte Berufsbilder, gleichzeitig aber entstehen auch neue Aufgaben und Jobs. Außerdem können digitale Arbeitskollegen die Qualität bestehender Jobs verbessern: Lästige administrative und organisatorische Arbeiten werden verstärkt auf Maschinen ausgelagert, während sich Mitarbeiter auf ihre Stärken wie Kreativität und soziale Interaktion konzentrieren können. Das sind Fähigkeiten, die der neue digitale Arbeitskollege ganz sicher nicht besitzt.
txn. Im Privatbereich sind Roboter längst alltäglich – sei es der Rasenmäher im Garten oder der Sprachassistent im Wohnzimmer.
Auch im Berufsleben werden künftig immer mehr langweilige und gleichförmige Arbeiten von Maschinen erledigt. Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsplätze, bei denen Kreativität und soziale Kompetenz wichtiger werden.
Foto: L. Yashkir/123rf/randstad






